Mittwoch, 15. Oktober 2008
Geländearbeit - welches ist nochmals das Gaspedal? oder Marion steckt im Moor fest
Das Untersuchungsgebiet Erdalen liegt ca. 400 km südwestlich von Trondheim. Am Freitag haben wir den Leihwagen mit dem Material für die Geländearbeit vollgepackt und dann kam noch das ganze normale Gepäck dazu. Da Chris, der andere Praktikant so ein Mädchen war und ungefähr dreimal so viel Gepäck dabei hatte wie ich, hatte ich auf der Rückbank nicht gerade viel Platz und musste immer aufpassen, dass ich nicht von irgendwelchen Probenflaschen oder ähnlichem erschlagen werde. Bei der Hälfte der Strecke haben wir dann noch den Einkaufstopp eingelegt und die nächsten 200 km war ich noch zusätzlich umgeben von Einkaufstüten und hatte ein 6-Pack Bier aufm Schoß.
Die Ferienhütte in der wir gehaust haben hatte alles was das Touristenherz benötigt: Waschmaschine, Sauna, Spülmaschine, Kachelofen, Fußballplatz und Beachvolleyballfeld nebenan, sowie Strand und See, tollen Ausblick auf Berge, WLAN und alle wichtigen deutschen Fernsehprogramme. Ich hab zum ersten Mal ne komplette Tatortfolge gesehen und seit 10 Jahren wieder ca. ne halbe Stunde Wetten dass. Trotz meiner anfänglichen Weigerung zu kochen, hab ich es dann doch jeden Abend gemacht, weil mein eigentlich fleischliebender „Chef“ (Achim) doch ziemlich leicht zufrieden zu stellen ist. Solange es Auflauf mit viel Käse gibt, kann er auch mal ne Woche auf Fleisch verzichten. Nach einer Woche meinte er auch, dass ich sehr gut kochen kann und das es wirklich viele leckere vegetarische Gerichte gibt. :-)
Am ersten Tag durfte ich bei der Geländearbeit noch Touri sein und Fotos machen und mir erstmals das Gelände ansehen. Da ich als altes Deichkind eigentlich jegliche Art von Erhebung in der Landschaft hasse, war der Aufstieg in das Obere Erdalen über einen echt steilen, steinigen Weg – wobei man das gar nicht Weg nennen kann, allerhöchsten Trampelpfad- am ersten Tag noch sehr beschwerlich. Am Tag zuvor hatte es auch noch kräftig geregnet und die Steine waren so richtig schön rutschig. Aber das obere Tal ist ein Traumtal für jeden Geomorphologen (siehe Fotos). Dann ging’s gleich los mit Proben nehmen und die ersten Steine runterschleppen. Achim, der diese Strecke mehrmals im Jahr geht, war natürlich schon 3 km vorausgerannt und ich und Chris haben uns ganz vorsichtig auf diesen glitschigen Steinen vorangetastet. Aber trotzdem bin ich einmal etwas gerutscht und dann ist Chris direkt vor mir aufn Hintern gefallen und da dachte mir, warum auf den glitschigen Steinen laufen und nicht am Rand wo etwas Vegetation und Boden ist? Tja, keine so gute Idee. Denn nach drei Schritten sank ich plötzlich nur noch immer immer weiter und stecke bis zum Oberschenkel im Moor-Matsch. Ich konnte mich natürlich nicht halten vor Lachen. Der erste Tag und ich versinke im Moor. Chris eilte mir zu Hilfe und zog mich und die 10 kg Steine in meinem Rucksack beim zweiten Versuch ausm Matsch ohne dass mein gerade für umgerechnet 37 € erworbener Gummistiefel steckenblieben. Eine wahre Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass der Kerl gerade mal selbst 60 kg bei etwas über 1,90 m wiegt. Zurück beim Auto hat Achim zuerst nichts bemerkt, aber dann doch weil ich mein Lachen irgendwie nicht verkneifen konnte. Er fand’s natürlich auch irre lustig, weil noch nie jemand im Moor stecken geblieben ist; nur in den Fluss gefallen. Außerdem wusste er gar nicht, dass der Moor-Matsch so tief ist. Tja, mein Beitrag zur Wissenschaft... Immerhin bleibe ich ihm so in Erinnerung: die Praktikantin die leckeren Auflauf macht und im Moor stecken geblieben ist.
Am 3. Tag war ich aber so fit, dass ich nicht mehr kilometerweit von Achim abgehängt wurde, sondern sogar auch mal vor ihm hergelaufen bin. Und mein Tätigkeitsbereich hat sich dann auch jeden Tag ausgeweitet bis hin zum Spatentragen und alleine Probennehmen und Messen.
Ich hab auch lustige Anekdoten aus dem Leben eines Feldgeomorphologen gehört: Geländearbeit mit Isländern besteht zu 70% aus Steine werfen; mit Norwegern zu 70% aus Feuermachen. Finnische Ornithologen machen gerne mal auf der Schnellstraße ne Vollbremsung weil „There is a bird!“ und eine schwedische Geographieprofessorin antwortete mal auf Achims „This is a nice view“ „We are not here for the view, We are here for work“...
Aber ich durfte auch den Ausblick genießen und nen Ausflug zum Gletscher haben wir auch gemacht und ich hab mit dem Finger Festlandseuropas größten Gletscher angepiekst.
Da Chris nach 3 Tagen zurück nach Deutschland geflogen ist, musste ich dann die ganze Zeit Auto fahren. Und da ich das seit über 3 Jahren nicht mehr gemacht hatte, war es ziemlich lustig am Anfang. Vor allem meine Frage, welches der Pedale nochmals welches ist. Aber dann hab ich mich tapfer den steilen, kurvigen Sträßlein gestellt und irgendwann bin ich auch nicht mehr in Panik ausgebrochen wenn der TINE-Milchlaster oder der Bus auf einer Straße, die gerade mal breit genug für 1 Auto ist, entgegenkam.
Die Rückfahrt nach Trondheim war genauso spaßig. Zum einen da wir ca. 50 kg Steine und 30 kg Wasserproben im Auto hatten und es ziemlich steil den Pass hochging und dann auch noch Eis und Schnee auf der Straße war. Der Traum jedes Fahranfängers. Aber ich hab es geschafft und niemand umgebracht und hab dafür ein großes Stück Schokoladenkuchen von Achim spendiert bekommen. Auch wenn er einmal fast verschuldet hat, dass ich mitten in einem Dorf einen Lachkrampf bekommen habe, weil er mir von der hässlichen Trollfigur in Selbu erzählt hat, der es die Perücke weggeweht hat und sie jetzt noch hässlicher ist weil glatzköpfig. Okay, jetzt beginnt der Lachkrampf wieder aber Fazit: Geländearbeit ist lustig.
Alle Fotos gibt’s hier: http://picasaweb.google.de/psychonaut.the.tourist
Die Ferienhütte in der wir gehaust haben hatte alles was das Touristenherz benötigt: Waschmaschine, Sauna, Spülmaschine, Kachelofen, Fußballplatz und Beachvolleyballfeld nebenan, sowie Strand und See, tollen Ausblick auf Berge, WLAN und alle wichtigen deutschen Fernsehprogramme. Ich hab zum ersten Mal ne komplette Tatortfolge gesehen und seit 10 Jahren wieder ca. ne halbe Stunde Wetten dass. Trotz meiner anfänglichen Weigerung zu kochen, hab ich es dann doch jeden Abend gemacht, weil mein eigentlich fleischliebender „Chef“ (Achim) doch ziemlich leicht zufrieden zu stellen ist. Solange es Auflauf mit viel Käse gibt, kann er auch mal ne Woche auf Fleisch verzichten. Nach einer Woche meinte er auch, dass ich sehr gut kochen kann und das es wirklich viele leckere vegetarische Gerichte gibt. :-)
Am ersten Tag durfte ich bei der Geländearbeit noch Touri sein und Fotos machen und mir erstmals das Gelände ansehen. Da ich als altes Deichkind eigentlich jegliche Art von Erhebung in der Landschaft hasse, war der Aufstieg in das Obere Erdalen über einen echt steilen, steinigen Weg – wobei man das gar nicht Weg nennen kann, allerhöchsten Trampelpfad- am ersten Tag noch sehr beschwerlich. Am Tag zuvor hatte es auch noch kräftig geregnet und die Steine waren so richtig schön rutschig. Aber das obere Tal ist ein Traumtal für jeden Geomorphologen (siehe Fotos). Dann ging’s gleich los mit Proben nehmen und die ersten Steine runterschleppen. Achim, der diese Strecke mehrmals im Jahr geht, war natürlich schon 3 km vorausgerannt und ich und Chris haben uns ganz vorsichtig auf diesen glitschigen Steinen vorangetastet. Aber trotzdem bin ich einmal etwas gerutscht und dann ist Chris direkt vor mir aufn Hintern gefallen und da dachte mir, warum auf den glitschigen Steinen laufen und nicht am Rand wo etwas Vegetation und Boden ist? Tja, keine so gute Idee. Denn nach drei Schritten sank ich plötzlich nur noch immer immer weiter und stecke bis zum Oberschenkel im Moor-Matsch. Ich konnte mich natürlich nicht halten vor Lachen. Der erste Tag und ich versinke im Moor. Chris eilte mir zu Hilfe und zog mich und die 10 kg Steine in meinem Rucksack beim zweiten Versuch ausm Matsch ohne dass mein gerade für umgerechnet 37 € erworbener Gummistiefel steckenblieben. Eine wahre Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass der Kerl gerade mal selbst 60 kg bei etwas über 1,90 m wiegt. Zurück beim Auto hat Achim zuerst nichts bemerkt, aber dann doch weil ich mein Lachen irgendwie nicht verkneifen konnte. Er fand’s natürlich auch irre lustig, weil noch nie jemand im Moor stecken geblieben ist; nur in den Fluss gefallen. Außerdem wusste er gar nicht, dass der Moor-Matsch so tief ist. Tja, mein Beitrag zur Wissenschaft... Immerhin bleibe ich ihm so in Erinnerung: die Praktikantin die leckeren Auflauf macht und im Moor stecken geblieben ist.
Am 3. Tag war ich aber so fit, dass ich nicht mehr kilometerweit von Achim abgehängt wurde, sondern sogar auch mal vor ihm hergelaufen bin. Und mein Tätigkeitsbereich hat sich dann auch jeden Tag ausgeweitet bis hin zum Spatentragen und alleine Probennehmen und Messen.
Ich hab auch lustige Anekdoten aus dem Leben eines Feldgeomorphologen gehört: Geländearbeit mit Isländern besteht zu 70% aus Steine werfen; mit Norwegern zu 70% aus Feuermachen. Finnische Ornithologen machen gerne mal auf der Schnellstraße ne Vollbremsung weil „There is a bird!“ und eine schwedische Geographieprofessorin antwortete mal auf Achims „This is a nice view“ „We are not here for the view, We are here for work“...
Aber ich durfte auch den Ausblick genießen und nen Ausflug zum Gletscher haben wir auch gemacht und ich hab mit dem Finger Festlandseuropas größten Gletscher angepiekst.
Da Chris nach 3 Tagen zurück nach Deutschland geflogen ist, musste ich dann die ganze Zeit Auto fahren. Und da ich das seit über 3 Jahren nicht mehr gemacht hatte, war es ziemlich lustig am Anfang. Vor allem meine Frage, welches der Pedale nochmals welches ist. Aber dann hab ich mich tapfer den steilen, kurvigen Sträßlein gestellt und irgendwann bin ich auch nicht mehr in Panik ausgebrochen wenn der TINE-Milchlaster oder der Bus auf einer Straße, die gerade mal breit genug für 1 Auto ist, entgegenkam.
Die Rückfahrt nach Trondheim war genauso spaßig. Zum einen da wir ca. 50 kg Steine und 30 kg Wasserproben im Auto hatten und es ziemlich steil den Pass hochging und dann auch noch Eis und Schnee auf der Straße war. Der Traum jedes Fahranfängers. Aber ich hab es geschafft und niemand umgebracht und hab dafür ein großes Stück Schokoladenkuchen von Achim spendiert bekommen. Auch wenn er einmal fast verschuldet hat, dass ich mitten in einem Dorf einen Lachkrampf bekommen habe, weil er mir von der hässlichen Trollfigur in Selbu erzählt hat, der es die Perücke weggeweht hat und sie jetzt noch hässlicher ist weil glatzköpfig. Okay, jetzt beginnt der Lachkrampf wieder aber Fazit: Geländearbeit ist lustig.
Alle Fotos gibt’s hier: http://picasaweb.google.de/psychonaut.the.tourist
Praktikum in Norwegen
6 Wochen in der Jugendherberge wohnen ist teilweise nervig, teilweise lustig. Immerhin hab ich ein Einzelzimmer und sowieso sehr geringe Ansprüche. Das Frühstück ist super und ich schlage mir immer morgens den Bauch voll. Da kann ich auch immer wunderbar die anderen Gäste beobachten. Ich hab schon Moby, Right Said Fred, diversen Jesuse, einen Pilger, eine ältere Ausgabe von nem Kerl aus Kiel der mal mit mir anbandeln wollte und andere Gestalten gesehen. Und einige Tage wurde ich auch von nem norwegischen Möbelpacker, der mir sogar seine Telefonnummer gegeben hat und nem norwegischen Boxer (ein Mensch, kein Hund) beim Frühstück zugelabert.
Das Praktikum macht dafür sehr viel Spaß. Hier arbeiten aber irgendwie kaum Norweger. Den größten Ausländeranteil machen natürlich wie immer die Deutschen aus. Mein Chef ist Deutscher und sein Chef und Abteilungsleiter ist aus Deutschland. Dann sind hier viel Franzosen, Schweden und Dänen. Also muss ich eigentlich nie Norwegisch sprechen.
Dann sind da noch zwei andere Praktikanten aus Deutschland. Crazy Chris (so nennt der sich selbst...) und Sebastian. Und zum ersten Mal war ich die älteste in einer Gruppe von Studenten, weil die gerade mal 23 und 22 waren. Und zum ersten Mal hab ich nen Kerl aus Bayern, der jetzt in Bremen wohnt, kennen gelernt der wirklich nett und lustig ist. Vermutlich kamen wir so gut aus, weil er Süddeutschland genauso wie ich verachtet und froh ist, dort nicht mehr wohnen zu müssen und wir beide nur von Vorurteilen leben. Sebastian wollte ziemlich lange nicht glauben, dass ich auch mal in Fast-Bayern gewohnt habe, weil ich blond bin und nicht fett und normal spreche. ;-) Sowie ich bis heute den Schock noch nicht überwundern habe. Haha. Jetzt sind aber die Beide wieder weg und ich hab niemand den ich nerven kann oder zu Ausflügen mitnehmen kann (z.B. Sonntagswandern und der Trip nach Røros). Und es gibt auch kein Snooker mehr freitags im Nazibunker DORA und keine Abende in der Stammkneipe, dem alten Rockschuppen wo Typen in schwarzen Ledermänteln an der Bar sitzen und Kaffee trinken und Zeitung lesen und wo wir immer nach den Ausweisen gefragt wurden, obwohl wir nur Limonade getrunken haben. Na ja, Snooker ist eigentlich auch ziemlich langweilig. Da ich mich ja jeder sportlichen Tätigkeit verweigere, war ich der Schiedsrichter, aber ich bin meistens nach ner halben Stunde eingeschlafen.
In Trondheim hat sich nicht viel verändert seit letztem Jahr, aber das ist echt gut.
Das Praktikum macht dafür sehr viel Spaß. Hier arbeiten aber irgendwie kaum Norweger. Den größten Ausländeranteil machen natürlich wie immer die Deutschen aus. Mein Chef ist Deutscher und sein Chef und Abteilungsleiter ist aus Deutschland. Dann sind hier viel Franzosen, Schweden und Dänen. Also muss ich eigentlich nie Norwegisch sprechen.
Dann sind da noch zwei andere Praktikanten aus Deutschland. Crazy Chris (so nennt der sich selbst...) und Sebastian. Und zum ersten Mal war ich die älteste in einer Gruppe von Studenten, weil die gerade mal 23 und 22 waren. Und zum ersten Mal hab ich nen Kerl aus Bayern, der jetzt in Bremen wohnt, kennen gelernt der wirklich nett und lustig ist. Vermutlich kamen wir so gut aus, weil er Süddeutschland genauso wie ich verachtet und froh ist, dort nicht mehr wohnen zu müssen und wir beide nur von Vorurteilen leben. Sebastian wollte ziemlich lange nicht glauben, dass ich auch mal in Fast-Bayern gewohnt habe, weil ich blond bin und nicht fett und normal spreche. ;-) Sowie ich bis heute den Schock noch nicht überwundern habe. Haha. Jetzt sind aber die Beide wieder weg und ich hab niemand den ich nerven kann oder zu Ausflügen mitnehmen kann (z.B. Sonntagswandern und der Trip nach Røros). Und es gibt auch kein Snooker mehr freitags im Nazibunker DORA und keine Abende in der Stammkneipe, dem alten Rockschuppen wo Typen in schwarzen Ledermänteln an der Bar sitzen und Kaffee trinken und Zeitung lesen und wo wir immer nach den Ausweisen gefragt wurden, obwohl wir nur Limonade getrunken haben. Na ja, Snooker ist eigentlich auch ziemlich langweilig. Da ich mich ja jeder sportlichen Tätigkeit verweigere, war ich der Schiedsrichter, aber ich bin meistens nach ner halben Stunde eingeschlafen.
In Trondheim hat sich nicht viel verändert seit letztem Jahr, aber das ist echt gut.
Dubai
Zwei Tage in Dubai waren für mich genug. Es ist viel zu heiß dort. So heiß, dass es kein Unterschied macht, ob man den Kaltwasserhahn oder den Heißwasserhahn in der Dusche aufdreht, weil das Wasser immer heiß rauskommt. Sogar der Klodeckel beschlägt von innen wenn er unten ist weil das Spülwasser noch so heiß ist. Die Gebäude sind glücklicherweise alle klimatisiert, aber das macht’s dann noch Schlimmer wenn man raus muss.
Und die Stadt selbst ist eine einzige riesige Baustelle. Die Gehwege enden meist plötzlich und man muss auf der Straße zwischen den Autos laufen.
Ganz Rentner-Pauschalurlaubsmäßig haben Janine und ich dann eine geführte Stadtrundfahrt gemacht – sogar auf Deutsch. Fotografieren darf man in diesem Land so gut wie gar nix und eigentlich wollte ich das gar nicht weil’s so hässlich dort ist. Und was die für irre Bauvorhaben haben. Das höchste Gebäude der Welt soll dort hinkommen und ca. 1800 m hoch sein, nachdem sie sich ungefähr dreimal selbst überboten haben.
Sonst gibt’s nichts mehr zu sagen über Dubai. Doch, dort gibt es die hässlichsten Postkarten der Welt. Unglaubliche Fotomontagen von pseudofuturistischen Städten und Terroristen mit Kamelen. Und es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben wie diese verhüllten Frauen durch die Passkontrolle kommen.
Und die Stadt selbst ist eine einzige riesige Baustelle. Die Gehwege enden meist plötzlich und man muss auf der Straße zwischen den Autos laufen.
Ganz Rentner-Pauschalurlaubsmäßig haben Janine und ich dann eine geführte Stadtrundfahrt gemacht – sogar auf Deutsch. Fotografieren darf man in diesem Land so gut wie gar nix und eigentlich wollte ich das gar nicht weil’s so hässlich dort ist. Und was die für irre Bauvorhaben haben. Das höchste Gebäude der Welt soll dort hinkommen und ca. 1800 m hoch sein, nachdem sie sich ungefähr dreimal selbst überboten haben.
Sonst gibt’s nichts mehr zu sagen über Dubai. Doch, dort gibt es die hässlichsten Postkarten der Welt. Unglaubliche Fotomontagen von pseudofuturistischen Städten und Terroristen mit Kamelen. Und es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben wie diese verhüllten Frauen durch die Passkontrolle kommen.
Australien - Koalapoland
Der Hinflug war gar nicht mal so schlimm. Ich hab fast die ganze Zeit Radiohead gehört und ständig bekam man Essen. Mein Spezialfrass – bei denen religious food genannt – hab ich immer ne Stunde vor dem herkömmlichen Essen bekommen. Leider denken die Leute bei Emirates, dass Vegetarier Sushi essen... Na ja. Zwischenstopp und Aussteigen in Dubai und Singapur und dann irgendwie nach über 20 Stunden waren wir dann in Melbourne. Das Hostel war schön und die Stadt wirkte irgendwie ziemlich tot trotz mehrere Millionen Einwohner. Für Winter waren die Temperaturen echt angenehm. Ziemlich schnell ist klar geworden, dass Männer einfach totale Organisationsnieten sind. Oder zumindest diese drei Exemplare, die sich unsere Dozenten schimpfen. Meine Meinung verhärtet sich, dass hinter jeden Mann ne organisierte, intelligente Frau stehen muss, weil die alleine einfach zu blöd und unfähig sind. Nach 3 Tagen ging’s mit dem Flugzug weiter Richtung Cairns in Nord-Queensland. Dort haben wir dann ganz Pauschaltouristenmäßig eine Schnorcheltour raus ins Great Barrier Reef gemacht und das war für 80% der Gruppe etwas zu schaukelig aufm Schiff. Ich hab mich glücklicherweise erst als 2. oder 3. übergeben. Im Regenwald war’s echt beeindruckend; was es für komische Gewächse gibt und die Krokodiltour war auch sehr schön touristisch. Wir waren an einigen fantastischen Stränden und das machen wohl nicht allzu viele Leute im Rahmen einer Lehrveranstaltung. Im Outback gab es dann Geschlechtertrennung. Die Jungs haben in einem Western Hotel ohne Heizung gewohnt und sind nachts fast erfroren und die Mädels hatten kuschelige Motelzimmer mit eigenem Bad und Heizung. In Queensland sind wir dann einige Tage mit so nem Greyhound Bus rumgefahren mit Roy dem Busfahrer. Einer wahrlich einzigartigen Person. Wir waren in ziemlich vielen National Parks und haben zahlreiche Fotostopps gemacht. Die Landschaft ist echt beeindruckend und die Temperaturen im Winter in Australien sind für mich perfekte Sommertemperaturen. So in der Mitte der Exkursion hat dann die Gruppe angefangen wirklich zu nerven – so wie’s eben immer in großen Gruppen ist. Es gibt die Leute mit denen man nie redet, die Leute die die ganze Zeit nur nerven und auf die man am liebsten verzichten möchte und glücklicherweise auch einige Leute die einfach nur nett und lustig sind.
Unsere Unterkünfte waren ziemlich unterschiedlich. Von einer totalen Kifferabsteige in Townsville bis hin zu schönen Youth Hostels (Airlie Beach, Melbourne) und ziemlich speziellen Einrichtungen (Tree House Hostel).
Im Moment fällt mir gar nicht mehr so viel ein, weil es irgendwie so viel war, dass wir gemacht haben und es aber irgendwie auch schon so lange her ist. Jedoch fand ich’s es so schön, dass ich irgendwann nochmals nach Australien reise und dann genug Zeit habe und nicht immer nur schnell ein Foto mache und dann weiter und auch mit weniger Menschen, die nicht ganz so anstrengend sind.
Oh und Sydney war schön. Angeblich war unser erster Tag der kälteste seit 10 Jahren und der einzige Tag mit Regen in den ganzen 3 Wochen Exkursion. Im Hostel waren wie in den anderen auch ziemlich viele blöde deutsche Backpacker. Das Highlight der Exkursion waren für mich vermutlich am letzten Tag die Koalas. Das sind so niedliche Tiere. Soooooooo süüüß. Da wir leider keine Koalas in der Natur gesehen haben, war der letzte Ort das Wildlife Centre in Sydney, das ich zusammen mit Janine, Holger, Erik und Philipp besucht habe und die ich schon den ganzen Tag mit meinem fantastischen Koalapolied genervt habe, bis ich endlich so einen süüüüüüüüüüüüßen Koala gesehen habe. *Koalapo*Koalapo*Koalapo*
Allgemein ist zu sagen, dass es in Australien irgendwie recht entspannt zugeht und die sind irgendwie ziemlich verrückt nach Roter Beete und werfen das Ekelzeug auf jedes Sandwich.
Die 8 Flüge haben wir auch alle ohne Probleme überstanden und bis auf einige Erkältungserscheinungen bei der halben Gruppe ist auch nichts sonderlich Aufregendes passiert. Die Rückreise verlief unspektakulär.
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